Preisanstieg der Einfamilienhäuser

Preisanstieg der Einfamilienhäuser

Die Preise stiegen – der Immobilienmarkt ist im Aufwind

Das Jahr 2015 hat die Preise für Immobilien ordentlich in die Höhe getrieben. In jedem österreichischen Bundesland wurde eine Preissteigerung dokumentiert; vor allem im Burgenland und Salzburg gab es enorme Veränderungen. Am geringsten ist die Preissteigerung in der Steiermark ausgefallen. Österreichweit erreichten die Immobilien einen Anstieg des Durchschnittspreises um 5,7 Prozent; zum ersten Mal kletterte man auf einen Durchschnittspreis von über 200.000 Euro. Natürlich spielen auch Nutzwertgutachten eine wesentliche Rolle, wenn es um die Festsetzung des Kaufpreises geht.

Kitzbühel, das teuerste Pflaster

Kitzbühel hat abermals gewonnen. Wer sein Objekt in Kitzbühel parifiziren möchte, wird schnell feststellen, dass er tatsächlich auf teurem Pflaster beheimatet ist. Durchschnittlich beträgt der Kaufpreis 1,1 Millionen Euro; 25 Prozent der Immobilien – so die Nutzwertgutachten – liegen sogar bei 1,8 Millionen Euro. Blickt man in die Großstädte, hat Innsbruck die Nase vorne. Mit 703.915 Euro für ein Einfamilienhaus ist die Tiroler Landeshauptstadt der Sieger; auf Platz 2 folgen Salzburg (500.812 Euro) und die Bundeshauptstadt Wien (443.580 Euro).

 

nutzwertgutachten

Angebot und Nachfrage – die perfekte Mischung

Doch warum steigen die Preise? Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer der Remax Austria, hat einen Verdacht. „Es liegt einerseits am guten Angebot und an der steigenden Nachfrage. Vor allem lag es den der Nachfrage von Personen, die auch das notwendige Eigenkapital aufbrachten und investierten“, so Reikersdorfer. Werden die vergangenen Jahre herangezogen, in denen es ruhig und konstant am Immobilienmarkt war, hat sich das Jahr 2015 tatsächlich von den statistischen Werten abgehoben. So nahmen die Verkäufe um rund 15 Prozent zu (11.512 Transaktionen); der Gesamtwert aller gehandelten Einfamilienhäuser lag im vergangenen Jahr bei 2,8 Milliarden Euro. Ein Plus von 21 Prozent.

Das Burgenland ist der Sieger!

Vor Jahren gab es noch bei Parifiziren im Burgenland „lange Gesichter“, wenn der ermittelte Preis weit weg von der Summe lag, die man gerne gehabt hätte. Doch das östlichste Bundesland hat sich weiterentwickelt. Im Jahr 2015 stieg der Durchschnittspreis um 10,9 Prozent (116.224 Euro). Knapp dahinter liegen Salzburg mit einem Plus von 10,8 Prozent (343.285 Euro) sowie Niederösterreich, das ein Plus von 6,8 Prozent (171.894 Euro) verbuchte. Auch in Oberösterreich konnte ein Plus von 6,7 Prozent (198.943 Euro) verzeichnet werden.

Die Bundesländer im Detail

In der Steiermark wurde mit einem Plus von 1,7 Prozent (162.602 Euro) der geringste Wertanstieg verbucht. In Wien lag das Plus bei 4,1 Prozent (443.580 Euro), in Tirol bei 4,9 Prozent (394.747 Euro) und in Kärnten bei 5 Prozent (165.290 Euro). In Vorarlberg kletterte der Wert auf 5,6 Prozent (302.940).