Immobilien in Österreich werden immer beliebter

Immobilien in Österreich werden immer beliebter

Bausparen und Sparbücher waren gestern – Richtiges Parifizieren wird immer wichtiger.

Einer GfK-Umfrage zufolge ist Wohneigentum die Anlageform in Österreich schlechthin.
Österreichische Sparer führen Zäsur herbei

Die Sparer in Österreich haben eine Zäsur eingeleitet: Die traditionell beliebtesten Anlageformen Bausparen und Sparbücher wurden nun durch Wohneigentum und Grundstücke abgewechselt. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die Markt- und Meinungsforscher von GfK Austria durchgeführt haben. In Zeiten niedriger Zinsen ist diese Entwicklung keine Überraschung mehr. Die Bausparer liegen im Moment an dritter Stelle, dicht gefolgt von Gold.

Feste Währung“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit

Experten erläutern, dass wegen der niedrigen Zinsen die tatsächliche Sparquote auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt ist. Viele, die ihr Geld anlegen setzen auf „feste Währung“, zu der Gold und Immobilien gehören. Beides ist heute wesentlich attraktiver und wird besser eingestuft als bisher übliche Sparangebote.

Das Sparbuch: Von 52 auf 19 Prozent in sieben Jahren in der Beliebtheitsskalagefallen

Bei der GfK-Umfrage wurden 18.000 Leute befragt, von denen ungefähr ein gutes Drittel (37 Prozent) Immobilien als beliebteste Anlageform erwähnte. Damit ist die Beliebtheit dieser Anlageform im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gewachsen. Ein weiteres Drittel mit 32 Prozent (ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr) macht der Erwerb von Grundstücken aus und liegt somit auf Platz zwei. 30 Prozent gaben an, das Bausparen zu präferieren, das deutlich an Zustimmung einbüßen musste und sieben Prozent verlor. Ein Trend, der anhalten dürfte. Mit 29 Prozent ist Gold nahezu genauso beliebt, wie das klassische Bausparen. Lediglich 19 Prozent sind noch der Meinung, dass das Sparbuch ein attraktives Investment ist. 2009 waren noch 52 Prozent der gleichen Meinung.

Auch die Altersvorsorge wird unbeliebter

Es sind darüber hinaus das niedrige Zinsniveau und wirtschaftliche Unsicherheiten, die die Bedeutung der klassischen Altersvorsorge schmälern: Noch im Jahr 2011 gaben Befragte an, dass die staatlich geförderte Vorsorge eine interessante Variante sei. Im Moment sind es nur noch zehn Prozent, die damit übereinstimmen. Gleiches betrifft die private Pensionsvorsorge und Lebensversicherungen, die genauso an Zuspruch verloren haben und von 18 auf neun Prozent beziehungsweise von 26 auf 13 Prozent fielen.

nutzwertgutachten
Sparstrümpfe und Sparschweine erleben Comeback

Seit Beginn der letzten Finanzkrise im Jahr 2008 bewahren die Österreicher ihr Geld zunehmend zuhause auf. Auf Sparstrümpfe und Sparschweine legen mittlerweile 14 Prozent der Befragten wert. GfK zufolge handelt es sich dabei um einen historischen Höchstwert. Aktuelle Diskussionen um Negativzinsen führen dazu, dass Sparer ihr Geld lieber zuhause unter der Matratze horten, als es der Bank auszuhändigen.

 

Österreicher folgen internationalem Trend

In den Vereinigten Staaten und anderen Ländern in Europa zeigen Eigenheime laut GfK längst eine immer stärker werdende Tendenz auf. Es scheint so, dass die Österreicher mit einer langen Sparertradition brechen, sich emanzipieren und dem internationalen Trend Folge leisten. Eine Entwicklung, die das Parifizieren und Nutzwertgutachten immer wichtiger macht.